Die Insel ist mit 302 qkm die zweitgrößte Insel des Dodekanes und hat 6.700
Einwohner.
Um 800 v. Chr. wurde die Insel von den Doren besiedelt und gehörte zeitweise
zum Ägyptischen Pharaonenreich, später zum Römischen- Byzantinischen
Weltreich. 647 n. Chr. wurde die Insel von den Arabern erobert und geplündert.
961 n. Chr. hat der byzantinische Kaiser sie wieder befreit. 1204 haben auch
die Kreuzritter Station gemacht. 1821 haben die Inselbewohner am Befreiungskampf
teilgenommen gegen die Türken. Die Insel blieb aber bis 1912 trotzdem
türkisch, von 1912 bis 1948 italienisch.
Viele Einwohner sind ausgewandert. Die Haupteinnahmequelle ist heute der
Tourismus.
Im Winter sind die gesamten Geschäfte für den Tourismus geschlossen und die
Kellner und das Personal gehen in die Bergdörfer zu ihren Familien.
Die traditionelle Bauweise geht auch hier verloren. Beton ist der moderne
Baustoff. Viele Bauern verlassen ihre Höfe und gehen dorthin, wo mehr Geld
verdient werden kann.
Die Musik ist noch heute byzantinisch beeinflußt, langsam melodisch, die
Gitarre hat fünf Seiten. Sie besingen ihre Geschichte aber auch die Liebe.
Bis 1960 etwa war die alte Kleidung bei Frauen noch Mode (Weste, Rock und
Jacke, bunt bestrickt mit kräftigen Farben war in).

Die Häuser sind immer noch Einfamilienhäuser. Im Erdgeschoss ist der Kamin
mit der Kochstelle am offenen Feuer. In diesem Raum lebte und schlief die ganze
Familie. Im Obergeschoß wurden Lebensmittel aufbewahrt. Der Boden hatte
Muschelmosaik. Davon ist allerdings nur noch in Bergdörfern etwas zu sehen.
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